Ard zdf widerspruch Muster

(Kristeligt Dagblad, 17. Februar 2012, Nils Gunder Hansen): Die englische Serie hat besondere Qualitäten und hat gute Typen und Charaktere (…) Downton Abbey bietet eine großartige dramatische Vision des Wandels von der traditionellen Klassengesellschaft und den Veränderungen nach WWW 1 (…) Die großen historischen Erzählungen geben uns ein Gefühl der Historizität (…) sie lassen uns den Menschen als historische Wesen sehen; einzelne Charaktere und ihr Leben in das größere Muster einer historischen Periode eingewoben, bewegend und erhellend zugleich (…) Ich fühle einen Nationalstolz, wenn dänische Serien wie Borgen und The Killing in Großbritannien Kult werden können (…), aber es gibt noch einiges zu tun, bis wir Dänen eine große historische Serie entwickeln, die bisher nur mit Matador entstanden ist. In Theorien transnationaler Medienströme wird häufig auf kulturelle Nähe oder “geolinguistische Regionen” als Einflussfaktoren auf Koproduktion und Vertrieb und die Bildung kreativer Mediennetzwerke hingewiesen (Straubhaar, 1991; Cunningham et al., 1996, 1998). Beide Theorien deuten darauf hin, dass in einer globalen Welt Produktionsnetzwerke und Vertrieb immer noch Mustern folgen, die mit kultureller und sprachlicher Nähe zusammenhängen. Nationale Medien gehen mit Partnern und Regionen zusammen, mit denen sie eine Affinität jenseits von kommerziellen und wirtschaftlichen Interessen und Vorteilen haben. Wie bereits angedeutet, gibt es eine starke und weltweit sehr dominante englischsprachige Region (Vereinigtes Königreich, Kanada, usa, Australien) vernetzter Nationen, die auch weltweit davon profitieren, dass viele Länder Englisch als Zweitsprache haben. Wenn wir an Europa festhalten, finden wir darüber hinaus einen viel kleineren deutschsprachigen Raum (Deutschland, Österreich), die Benelux-Region (Belgien, Niederlande und Luxemburg) und eine integrierte nordische Region (Dänemark, Schweden, Norwegen und auch Island und Finnland). Es gibt eine lockerere südeuropäische Region (Frankreich, Spanien, Italien und Portugal). Natürlich gibt es andere regionale Strukturen, zum Beispiel in Osteuropa. Die Hauptsache ist, dass wir in den Daten über Koproduktion und Verteilung innerhalb Europas sehen können, dass geografische, sprachliche und kulturelle Nähe eine Rolle spielt.

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